Das Musée Yvonne Jean-Haffen in Dinan ist ein Museum sehr nach meinem Geschmack: Klein, wunderschön, einer mir völlig unbekannten Künstlerin gewidmet und damit eine Entdeckung. Das Museum befindet sich in der „Grand Vigne“, einem Haus direkt am Hafen von Dinan in einem wunderschönen Garten. Dort lebte und arbeitete Yvonne Jean-Haffen seit 1937.


Heute ist das Gebäude fast unverändert erhalten und vermittelt noch die persönliche Atmosphäre der Künstlerin – inklusive Möbeln, Atelier und vieler Werke. Beim Rundgang geht man buchstäblich durch ihr Leben: von Raum zu Raum entdeckt man, wie sie gearbeitet hat, was sie inspiriert hat und wie sie gelebt hat. Sehr witzig ist das grossartige Atelier, das offenbar zugleich ihr Schlafzimmer war.

Die Sammlung des Museums umfasst mehrere tausend Werke, darunter Gemälde, Zeichnungen, Druckgrafiken, Keramiken sowie persönliche Gegenstände und Dokumente. Ein großer Teil ihrer Arbeiten ist von der Bretagne geprägt: Küstenlandschaften, Szenen des ländlichen und religiösen Lebens sowie Darstellungen von Natur und Alltagskultur gehören zu den typischen Motiven.
Yvonne Jean-Haffen wurde am 6. Oktober 1895 in Paris geboren. Sie studierte an der École des Beaux-Arts in Paris und lernte dort den Künstler Mathurin Méheut kennen, der sie stark beeinflusste und förderte. Durch ihn entdeckte sie auch ihre enge Verbindung zur Bretagne, die später zum zentralen Thema ihres Werks wurde. Sie starb am 23. Januar 1993 in Dinan. Ihr Werk gilt heute als bedeutender Beitrag zur regional geprägten Kunst des 20. Jahrhunderts in Frankreich.
Ich hatte noch nie von ihr gehört 🙂






