Das Musée de Pont-Aven ist eines meiner Lieblingsmuseen und gehört zu den bedeutendsten Kunstmuseen der Bretagne. Die kleine Künstlerstadt Pont-Aven zog Ende des 19. Jahrhunderts zahlreiche Maler an, die sich hier niederliessen. Besonders bekannt wurde der Ort durch Paul Gauguin, der hier zeitweise lebte und arbeitete und sich in die Bretagne verliebte.

Gemeinsam mit Künstlern wie Émile Bernard entwickelte er die sogenannte „Schule von Pont-Aven“, deren Stil als wichtiger Schritt vom Impressionismus zur modernen Kunst gilt.



Das Museum bewahrt und präsentiert diese künstlerische Bewegung. Die Sammlung umfasst Gemälde, Zeichnungen, Druckgrafiken und Skulpturen aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Zu den Höhepunkten zählen Werke von Gauguin, Bernard, Paul Sérusier, Charles Filiger und anderen Künstlern. Viele Bilder zeigen bretonische Landschaften, das einfache Leben der Menschen sowie leuchtende Farben und vereinfachte Formen – typische Merkmale des Postimpressionismus und des Symbolismus.
Gegründet wurde das Museum 1985. Zwischen 2013 und 2016 wurde es umfassend renoviert und erweitert. Neben der Dauerausstellung organisiert das Museum regelmäßig Sonderausstellungen zur Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts. Aktuell ist das eine Ausstelkung zu dem Filmemacher Jean Painlevé, mit der ich nicht soviel anfangen konnte. Bei unserem Besuch in 2024 war es aber eine Ausstellung zur Malerin Anna Boch, die mich absolut begeistert hat.






