Das Château de Rosanbo ist ein beeindruckendes historisches Schloss in der Bretagne, nicht weit von Lannion entfernt. Es gehört zu den bedeutendsten Schlössern der Region und wirklich bemerkenswert ist, dass das Schloss seit dem 14. Jahrhundert praktisch durchgehend im Besitz derselben Familie ist – zunächst der Familie Coskaër und später der Familie Le Peletier de Rosanbo. Während der Französischen Revolution erlebte die Familie jedoch eine Tragödie: mehrere Mitglieder wurden 1794 guillotiniert und erst hundert Jahre später bezog wieder ein Familienmitglied die Räume. Das Familienwappen enthält dann auch das lateinische Motto: „Adversis Moveri Nefas“ – „Lass Dich nicht vom Elend bezwingen“.


Wir sind an einem Nachmittag dort hin gefahren, weil wir sowieso einen Spaziergang mit Hund machen wollten und uns der Schlosspark anzog. Es stellte sich dann heraus, dass wir die einzigen Besucher waren und auch mit Hund an einer Führung durch einige historisch eingerichtete Räume teilnehmen konnten, unter anderem einer riesigen Bibliothek.
Das Schloss selbst hat die Form eines großen, geschlossenen Vierecks, das sich über mehrere Bauphasen und Jahrhunderte entwickelt hat. Es verbindet mittelalterliche, gotische und klassische Elemente zu einem Gesamtbild.
Der Schlosspark ist ebenfalls bemerkenswert. Er wurde im 18. und frühen 20. Jahrhundert gestaltet, unter anderem vom bekannten Landschaftsarchitekten Achille Duchêne. Besonders auffällig sind die langen, gewölbte Baumgänge (über 2,5 km), die symmetrische Rasenflächen („Tapis de verdure“) und die vielen Skulpturen.





