Kerry James Marshall & Marisol
Ich bin ein Riesenfan des Kunsthaus Zürich und ich finde durch den Anbau (Chipperfield Bau) hat es nochmals sehr gewonnen. Ich finde, dass wir eine tolle Sammlung in Zürich haben und dass das Museum auch grossartige, temporäre Ausstellungen kuratiert. Und am allermeisten gefällt mir am Kunsthaus, dass es nie so überlaufen ist wie zum Beispiel die Fondation Beyeler. Geht man unter der Woche, ist man meistens fast alleine!
Eigentlich bin ich extra ins Kunsthaus gefahren, um mir die Ausstellung der grossformatigen Bilder des US-Amerikaners Kerry James Marshall anzuschauen. Seine Bilder stellen schwarze Menschen in den Vordergrund, was einem tatsächlich ungewohnt erscheint, weil man so selbstverständliche nur weisse Menschen in der Kunstgeschichte repräsentiert sieht.



Aber so richtig berührt haben mich diese Bilder nicht.
In einem anderen Saal gab es eine grosse Ausstellung der amerikanischen Künstlerin Maria Sol Escobar. Unter dem Künstlernamen Marisol gehörte sie in den 1960er Jahren zu den bekannstesten Figuren der New Yorker Kunstszene. Später geriet sie in komplette Vergessenenheit. Die Ausstellung zeigt fünfzig Jahre ihres Schaffens und damit die erste grosse Retrospektive in Europa. Und ich weiss nicht, weshalb: Diese Werke „catchten“ mich weit mehr.







