Die Walhalla ist eine berühmte Gedenkstätte in Bayern in der Nähe von Regensburg. Da wir nicht weit davon Zwischenstop auf dem Weg nach Norden machten, entschieden wir uns für einen Abstecher. Das Gebäude wurde im 19. Jahrhundert im Auftrag des bayerischen Königs Ludwig I. erbaut und im Jahr 1842 eröffnet. Ludwig I. ließ die Walhalla nicht einfach nur als „Ruhmeshalle“ für berühmte Deutsche bauen. Die Idee entstand im Kontext der napoleonischen Kriege und der politischen Neuordnung Europas. Napoleon hatte grosse Teile des deutschsprachigen Raums erobert und den Rheinbund geschaffen. Viele deutsche Staaten standen dadurch unter französischem Einfluss. Gleichzeitig entwickelte sich ein stärkeres Bewusstsein für eine gemeinsame deutsche Geschichte und Kultur.



Das Bauwerk erinnert an einen antiken griechischen Tempel. Im Inneren befinden sich Büsten und Gedenktafeln von bedeutenden Persönlichkeiten „teutscher Sprache“. Dazu gehören Dichter, Wissenschaftler, Musiker, Politiker und andere wichtige Personen der Geschichte. Den ursprünglich 96 Büsten werden in mehrjährigen Abständen neue Bildnisse hinzugefügt.



Spektakulär ist die Lage der Walhalla hoch über der Donau bei Donaustauf. Vom Parkplatz läuft man durch einen kleinen Wald direkt auf dir Anhöhe und hat eine wundervolle Aussicht. Die Walhalla selbst ist von aussen imposant, die in ihr versammelten Büsten sind aber sehr normiert und bildhauerisch nicht besonders interessant.



