Caen liegt im Nordwesten Frankreichs in der Region Normandie und eigentlich hatten wir gar nicht vor, den Ort zu besuchen, weil wir noch nie irgendetwas über ihn gehört haben. Dabei war Caen bereits im Mittelalter ein wichtiges politisches und religiöses Zentrum. Besonders eng ist die Stadt mit Wilhelm dem Eroberer verbunden, der im 11. Jahrhundert Caen zu einer bedeutenden Residenz ausbaute. Weil das Wetter nicht so gut war, haben wir uns auf die wichtigsten Sehenswürdigkeiten beschränkt und sind nicht gross bummeln gegangen.
Noch heute prägen zwei monumentale Abteien das Stadtbild: die Abbaye aux Hommes und die Abbaye aux Dames. Die Abbaye aux Hommes wurde um 1063 gegründet und ist eines der beeindruckendsten romanischen Bauwerke Frankreichs. Besonders bekannt ist die Kirche Saint-Étienne, die durch ihre klaren Linien, hohen Türme und massive Steinstruktur besticht. In dieser Abtei befindet sich auch das Grab von Wilhelm dem Eroberer, was den Ort historisch besonders bedeutend macht.


Die Abbaye aux Dames wurde ebenfalls im 11. Jahrhundert gegründet und war ein Benediktinerinnenkloster. Die Kirche Sainte-Trinité wirkt etwas leichter und eleganter als die Männerabtei und zeigt die feine romanische Baukunst der Normandie. Hier wurde Mathilde von Flandern begraben, die Ehefrau Wilhelms des Eroberers.


Am längsten haben wir uns auf der Burg von Caen aufgehalten, einer sehr beeindruckenden mittelalterlichen Festungsanlage. Sie wurde im 11. Jahrhundert von Wilhelm dem Eroberer erbaut und war Teil seiner grossen Bauprojekte, zu denen eben auch die beiden Abteien gehörten.
Die Burg liegt auf einem Hügel im Zentrum von Caen und ist von massiven Steinmauern umgeben, die teilweise noch aus der ursprünglichen Bauzeit stammen. Mit einer Fläche von etwa fünf Hektar war die Anlage hervorragend geeignet für einen Spaziergang mit Zino. Man kann auf den Befestigungsmauern laufen und so über die Stadt blicken. Und innerhalb der Mauern sind verschiedene historische und neue Gebäude, so auch das Museé des Beaux-Arts und das Museum für Geschichte der Normandie. Ausserdem hat es einen kleinen Skulpturenpark.







