Wir waren einige Tage in Bad Zwischenahn, einer Kurstadt im Ammerland nahe Oldenburg. Bad Zwischenahn ist nicht besonders attraktiv. Aber es liegt direkt am Zwischenahner Meer, einem Naturparadies, das von Einheimischen auch „Perle des Ammerlands“ genannt wird. Der Name „Meer“ ist zwar etwas irreführend, denn bei diesem Gewässer handelt es sich nicht um ein echtes Meer, sondern um den drittgrößten Binnensee Niedersachsens. Aber tatsächlich hat das Zwischenahner Meer einen ganz eigenen, maritimen Charme.


Das Zwischenahner Meer ist rund 550 Hektar groß und maximal etwa 6 Meter tief. Seine flachen Ufer und weiten Wasserflächen machen es zu einem perfekten Lebensraum für zahlreiche Vogelarten, Fische und Wasserpflanzen. Bekannt ist der See vor allem auch für die in ihm lebenden Aale, die hier überall als Spezialität angeboten werden.
Rund um den See gibt es einen etwa 14 Kilometer langer Wanderweg, der wirklich sehr schön ist. Der Weg führt tatsächlich nur sehr selten an der Strasse entlang. Er ist sehr abwechslungsreich, weil er streckenweise direkt am See verläuft, dann aber auch wieder durch Wald oder über Wiesen oder durch die am See liegenden Ortschaften. Wie überall hier, muss man als Fussgänger etwas aufpassen, weil gefühlt die gesamte Bevölkerung mit dem Velo unterwegs ist. Aber auch das ist der Wanderweg so weit es geht gut getrennt vom Radweg.



Gewohnt haben wir auch direkt am Zwischenahner Meer, nämlich im „Romantikhotel Jagdhaus Eiden am See“ (http://www.jagdhaus-eiden.de). Das Hotel liegt sehr schön und die Zimmer sind gross und mit einem direkten Ausgang in den parkähnlichen Garten. Aber ich hatte nicht geahnt, wie gross es ist und für unsere Bedürfnisse ist es definitiv zu gross. Beim Frühstück fühlt man sich, wie auf einem riesigen Kreuzfahrtschiff, auf dem alle zum Buffet stürmen. Grässlich.






